Wannacry auch in Schleswig-Holsteins Behörden?

Etwa 200.000 Computer in 150 Ländern sind derzeit vom sogenannten Wannacry-Trojaner betroffen, der Daten verschlüsselt und nur gegen Geld wieder freigibt. Ein Opfer ist kein geringerer als die Deutsche Bahn.

Wir PIRATEN fordern schon seit Jahren, die PCs der Behörden in Schleswig-Holsteins sicherer zu machen. Wie eine Antwort der Landesregierung jetzt zeigt, werden wichtige Updates immer noch lieber auf die Zukunft geschoben. Dazu der datenschutzpolitische Sprecher der Piratenfraktion, Uli König:

„Fast alle etwa 30.000 Behördenrechner im Land arbeiten noch mit Windows 7. Bei den Servern stehen wir noch auf dem Stand von 2008. Ob und wie viele der Rechner von der Trojaner-Attacke betroffen sind, ist noch offen. Entscheidend dafür ist, ob das Land zeitnah auf allen Rechnern alle Updates eingespielt hat. Denn wenn auch nur eine Kopie des Trojaners hinter die Firewall des Landes kommt, z.B. mit einer E-Mail, ist der Schutz des abgeschotteten Netzes dahin.

Wirklich übel sind die 36 Server, die noch mit Windows Server 2003 laufen. Denn bereits am 14. Juli 2015 wurde der erweiterte Support für Windows Server 2003 durch Microsoft eingestellt. Das heißt, es gibt keine Updates mehr. Alle diese Rechner sind ähnlich verwundbar, wie Windows XP, dass auch nicht mehr geupdatet wird.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es um hochsensible Daten von Finanzämtern, Ministerien und Behörden geht. Die Sicherheit dieser Daten muss die Landesregierung jederzeit garantieren können.

Deswegen fordern wir bereits seit 2014, alle Landescomputer auf sichere Open-Betriebssysteme umzustellen. Wenn diese auch noch OpenSource wären, hätten wir auch nichts dagegen.“

Foto: Martina Taylor /pixelio.de

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